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DunklerEngel77

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Monday, March 1st 2010, 12:43pm

Sturmwolken im Kopf

Ich muss nochmal was fragen, vielleicht auch speziell Asperger-Autisten, die hier registriert sind.

Mein Sohn dreht in Moment regelmäßig in der Schule ab. Er bekommt irgendwas nicht hin und dann flippt er aus, schmeisst mit Stühlen, mit seiner Federtasche oder sonstigen Dingen oder geht sogar auf andere Kinder los.

Er ist seit 2009 in der Schule und besucht die 1. Klasse. Das erste Halbjahr lief recht gut. Wir haben ihn dann umgeschult und dort wurde er das erste Mal so aggressiv.

Wir haben ihn dann sofort zurückgeschult (nach 1Woche), weil wir gemerkt haben, dass es nicht funktioniert, aber auch hier ist er wie ausgewechselt.

Heute habe ich ihn gefragt, was passiert sei.

Er sagte, er habe die Kästchen nicht malen können und da wär er durchgedreht.

Ich habe ihn dann gefragt, was passiert, wenn er durchdreht, was er dann macht.

Er sprach dann von "Sturmwolken in seinem Gehirn... die sind so mächtig. Da sind Tornados und Wirbelstürme. Ich kann da nichts sagen. Dann werden die nur noch größer. Ich kann mich dann auch nicht bewegen. Manchmal werden aus 10 Wirbelstürmen 1 großer Wirbelsturm - ich habe dann meine Griffelmappe weggeschmissen"

Ich hab ihn gefragt, ob er nicht viel stärker wär, als die Sturmwolken, dies verneinte er. Er sagt, niemand sei stärker als die Sturmwolken.

Ich frage, wie es ihm jetzt ginge. Da sagte er, die Sturmwolken seien weg. Die Sonne würde scheinen und ein Regenbogen wär da... und der schönste Himmel der Welt.

Dann sagte er, er mag das Wall-E-Hörspiel... im Kapitel 4 wär da eine schöne, traurige Melodie, als wall-E kaputt ist... die Melodie würde so schön klingen....


Damit endete das Gespräch... und ich verstehe seine Sprache nicht... ich verstehe sehr wohl, dass diese "Sturmwolken" seine Wut ist... das er wahrscheinlich in dem Moment jähzornig ist und keinen Einfluss darauf hat.

Aber was kann ich tun gegen diese Sturmwolken?

Ich kann ihn doch nicht jeden Tag früher aus der Schule holen, weil er eine Gefahr für sich und die anderen darstellt...

Zarinka

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Monday, March 1st 2010, 1:18pm

Hallo DunklerEngel77,
also viel kann ich leider jetzt auch nicht dazu sagen, aber von meinem Sohn kenne ich dies auch noch gut. Er wurde zwar nicht ganz so wütend wie du es jetzt von deinem Sohn bechreibst, aber auch er konnte sich schnell mal über etwas aufregen was nicht gleich so klappte.

Das fing bei ihm schon im Babyalter an und zog sich sehr lange Zeit hin. Er ist dann manchmal auch auf mich losgegangen.
Doch er weinte oft, wenn bei ihm etwas nicht klappte. Auch wenn die Lehrerin in seinem Schulheft etwas schrieb oder es verbesserte, weil was nicht richtig geschrieben war, wurde er oft sehr wütend. In seinen Augen hatte die Lehrerin seine doch so mit viel Mühe geschriebenen Worte "zerstört". Er wollte dann dieses Heft nicht mehr haben.

Auch ich verstand nicht immer was er mir sagte. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass er auch oft sehr schnell überfordert war. Der Lärm und die vielen Kinder in seiner Klasse, machten ihm zu schaffen. Heute ist er da nicht mehr ganz so"schlimm". Er ist über 25 Jahre alt und doch ruhiger geworden. Aber wenn ihm doch mal wieder etwas zu viel wird, kann er auch heute noch sehr "böse" werden.

Manchmal sagt er mir dann: "Wenn du wüsstest was in meinem Kopf manchmal los ist".

Ja, eigentlich kann man da nicht wirklich viel gegen machen, glaube ich. Ich habe versucht immer für viel Ruhe im Haus zu sorgen. Dann konnte er sich wenigstens etwas von der Schule erholen. Denn die Schulzeit fand ich furchtbar und bin froh dass diese Zeit nun endlich vorbei ist.

Und von mir kenne ich es auch noch sehr gut. Habe früher viele Kinder (meistens Jungens) verhauen und war der Schrecken unserer Straße. Aber ich wusste mir leider auch oft nicht zu helfen wenn mir etwas zu viel war. Jedoch kann ich heute damit besser umgehen.

Gruß Zarinka
"Von allen Besitztümern auf Erden ist das wertvollste die Lebenskunst."
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werki

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Monday, March 1st 2010, 1:40pm

Cool- endlich mal ein Kind, was genauso spricht wie meins! :D

Ich kann Dich trösten! Das Verständnis für die Sprache wird größer, je mehr man sich damit beschäftigt und je besser der Therapeut mit dem Kind umgehen kann und zu ihm "durch dringt". Ich nenne das mal so einfach.

Unser Sohnemann denkt und spricht in Bildern. Diese "Bildsprache" oder "vergleichende Sprache" begleitet uns seit dem ich denken kann.

Er hat mal gegenüber unserem Therapeuten über seine Denkweise Auskunft gegeben." Sein Gehirn ist ein Aktenschrank, in dem viele verstaubte Akten lägen" und wenn er etwas nicht aussprechen kann( Wortfindungsstörung), dann sucht er dieses Wort in den Schubladen- bis er es findet. Er wisse aber, wo diese Informationen lägen . In der Praxis sieht das dann so aus: " Moment, ich suche...."- kneift die Augen zusammen und versinkt regelrecht- bis er findet! :D Aus diesem Grunde lasse ich ihm immer die Zeit, die er braucht um es zu finden.

Er war sich in einem Alter von 9 Jahren durchaus seiner Besonderheiten bewußt. Er hat unseren Therapeuten mal erzählt, dass in "seinem Kopf ein Chaos existiert und seine Gehirnwellen gestört sind". Das sollte er näher erklären und da kam dann, dass "die Gehirnwellen erteilen der Hand die Befehle".....

Oder da er keine Lösungs- und Handlungskonzepte hatte, beschrieb er diesen Zustand als "die Nerven kochen über" oder " das Gehirn wird zum Vesuv".

Kommt Dir das zufällig bekannt vor? :D

Mein Sohn hat erst nach und nach gegonnen zu erzählen, denn vorher war er eher "sprachlos".Unsere Therapeuten spielten am Anfang oftmals Übersetzer. Mittlerweile sind wir alle auf einem hohen Niveau und eingespielt. Unser Sohn hat gelernt, sehr gut über sich Auskubft zu geben. Für uns sind seine Äußerungen klar, für den Otto-Normal-Verbraucher müssen wir das oft übersetzen. :D

An deiner Stelle würde ich schnurstracks zum JA und einen Schulbegleiter beantragen und NICHT abwimmeln lassen.

Hat Dein Sohn zufällig Schwierigkeiten in Deutsch und im lesen lernen?

lg werki
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DunklerEngel77

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Monday, March 1st 2010, 1:48pm

Ja, kommt mir bekannt vor. Tobias will später unbedingt Wissenschaftler werden ;)

Nein, er konnte schon 1 Jahr bevor er eingeschult wurde fließend lesen. Auch heute liest er auf Dritt- bzw. Viertklässler-Niveau.

Er hat die Probleme mit der Motorik... schreiben fällt ihm schwer. Und ausmalen.

Wir haben ja bereits beim Förderverein eine Betreuung beantragt, die sich dann wohl auf 15 Stunden pro Woche belaufen würde. Ist natürlich nicht viel, wenn man bedenkt, dass Tobias auf einer Ganztagsschule ist und dort Mo und Fr von 8 - 14 Uhr und Di, Mi und Do von 8 - 15 Uhr beschult wird. Danach würde noch die Spätbetreuung folgen bis 16 Uhr, die ich normal auf bräuchte, da ich berufstätig bin, aber derzeit haben sie ihn da rausgenommen.

Wenn das so weiter geht, kann ich meinen Job eh bald an den Nagel hängen :(

werki

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Monday, March 1st 2010, 2:00pm

Also unser Sohnemann hat erst richtig schreiben und lesen gelernt, da waren 3 Jahre ins Land gegangen! Das Problem war, dass er in Bildern denkt und abspeichert. Das galt auch für Wörter. Wörter bestanden für ihn aus ganzen Bildern und nicht aus Buchstaben. Das funktioniert aber so nicht.

Sein System konnte ich erst im Übergang zur 4. Klasse "knacken". Der Vorteil ist jetzt, dass seine Rechtschreibung nach 2 -3 Übungssequenzen Top ist. Am Freien Schreiben üben wir noch.

Dafür lernte er ganze Bücher auswendig und zwar wortwörtlich.

Für das Schreiben darf unser Sohn einen Laptop benutzen. Den Laptop bekamen wir gesponsert.Laptopnutzung steht bei ihm so im Nachteilsausgleich und da geht schreiben Ruckzuck! Mittlerweile schafft er es auch, per Hand zu schreiben. Die Motivation ist allerdings mit Laptop viel besser. Außerdem kann er sich dann besser auf Inhalt und Rechtschreibung konzentrieren und "stirbt" nicht an der Perfektion der Schrift.

15 Stunden sind nicht viel, aber besser als nichts. Normaler Weise wird die Stundenanzahl immer nach Bedarf im HPG festgelegt. Bei uns in der Gegend unter Umständen bis zu 40 Stunden bei Ganztagsschulen. Diese teilen sich aber 2 EFH.

In Kunst hat unser Sohn einen Nachteilsausgleich und eine Lehrerin, dessen eigenes Kind ebenfalls eine motorische Schwäche hat. Dementsprechend geht sie gut auf ihn ein.

lg werki
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Monday, March 1st 2010, 2:14pm

Beneidenswert... bei uns an der Schule haben sie nur ihre Pädagogik im Kopf und versuchen ihn breitzuquatschen und merken gar nicht, dass sie gegen Mauern reden.

Sie quälen ihn regelrecht mit dem Handschriftlichen... er dreht dadurch ja erst so ab.

Habe grad nochmal mit dem Herrn gesprochen, der dafür zuständig ist ,dass Tobias eine Förderung bekommt.... bürokratisch bis ins Letzte.

Er konnte mir auch nicht wirklich weiterhelfen... er ist nun Freitag in der Schule, um sich ein Bild zu machen und das solle ich nun erstmal abwarten. Dann würde ein Antrag gestellt werden und dann müsse man mal schauen... wenns gut geht nach den Osterferien.

Und bis dahin? Das konnte er mir auch nicht sagen...

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Monday, March 1st 2010, 11:36pm

@werki: "Wörter bestanden für ihn aus ganzen Bildern und nicht aus Buchstaben."

Einfacher hat man es da mit dieser Erkenntnis: Wörter sind zusammengesetzt aus Einzelbildern, die man als Buchstaben bezeichnet. Die kann man einzeln für sich in allen möglichen Variationen zeichnen. (Die Möglichkeiten, den Buchstaben A darzustellen, das ist vergleichbar mit den vielen Automarken. Alles sind Autos und doch sehen sie verschieden aus.) Oder man setzt sie nebeneinander, so dass die Linien hübsche Parallelen bilden. Und weil Buchstaben Bilder sind, kann man so, wie man beispielsweise auch das Bild eines Hauses erkennen kann, wenn es kopfüber liegt, auch Buchstaben kopfüber erkennen. Das Schöne ist, wenn man da diese 26 und noch ein paar Bildchen hat, kann man sie im Grunde beliebig aneinander setzten. Am schönsten sehen aber die gewohnten Bildkombinationen aus. Diejenigen, die man auch häufig so in Büchern sieht. Und die, auf welche hin man ein Lob bekommt. Da kann man sich schon mal mit Rechtschreibregeln arrangieren. Denn es soll ja angenehm aussehen, wenn man sich schon mal die Mühe macht. Interessant wird es, wenn man zu der Bildkombination auch noch die passende Geräuschkombination im Kopf hört. Ist sie harmonisch? Leider schließen Disharmonie und Rechtschreibung einander nicht aus.
Was du heute nicht schaffen kannst, läuft nicht weg. Es wird bereits morgen früh auf dich warten.

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werki

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Monday, March 8th 2010, 5:18am

Lesen-Schreiben-Sprechen und das auch noch gleichzeitig. Menno, dass war jahrelang ein Alptraum gewesen. Heute wird es mit 11 Jahren immer besser.

Oh Kolori, was haben wir nicht alles „angestellt“, damit es klappt. Aber im Endeffekt ist der Knoten erst geplatzt, nachdem auch alle Wahrnehmungen zusammen in den letzten Monaten nachgereift sind.

Im Prinzip gab es immer Hinweise, dass er lesen kann und das auch schon vor der Schule. Nur nahm er es so nicht wahr.

Außerdem ist das Lehrsystem heutzutage ungünstig für solche Kinder wie unserer es ist und wenn er dann noch allein damit gelassen wird, kann man sich den Rest denken. Zwar benutzen unsere Lehrer so genannte Anlauttabellen mit Bilderchen, aber die gleichzeitige Verarbeitung steht hier im Mittelpunkt. Hören und schreiben MÜSSEN bei den Lehrern zusammen funktionieren. Das ist bei unserem Kind schon deshalb ausgeschlossen, weil seine Lautdifferenzierung nicht vollständig ausgebildet ist. Streckenweise gibt es heute noch Buchstaben, bei denen er keinen Unterschied hört. Dort hilft ihm jetzt nur der Verstand, sprich seine Erfahrungen und sein fotografisches Gedächtnis.

Aus diesem Grunde heisst es üben, üben, üben. Nach 2,3 manchmal 4 Sequenzen sitzt das Wort. Ich habe vor 2 Jahren angefangen, ihm selbst die Sprache beizubringen und zwar nicht nur aufgrund von Hören, sondern auf Grundlage der Aussage: „Schreiben und lesen ist logisch!“ ( In den meisten Fällen zumindest :D ). Im Prinzip habe ich ihn damit „bekommen“, ihm die Sprache über mehrere Module ( Sprechen, Hören, Mundmotorik, Logik, Eselsbrücken) wie Physik oder Mathematik zu erklären.

Außerdem haben wir den riesengroßen Vorteil, dass er gerne mit uns übt und sich nicht verweigert. Das war am Anfang nicht so. Da hatten wir einige Kämpfe, aber das änderte sich auch erst mit dem Schulbegleiter.

Derzeit üben wir freies Schreiben. Das ist ein Gebiet, was für viele andere Kinder auch schwierig ist. Nur müssen wir von Grund auf alles durchkauen. Da stehen dann solche Dinge: Was ist eine Einleitung, Hauptteil, Ende. Spannungsbögen der Geschichte aufbauen usw.

Aber da habe ich sehr gutes Material von einigen Verlagen gefunden, mit dem man dies üben kann. Bei der letzten großen freien Schreibarbeit in der Schule wirkte es schon wahre Wunder, was ihm wiederum bestätigte: Es ist alles nur eine Frage der Übung. *Schweiß-von-der-Stirn-wisch*

Lg werki
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Zarinka

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Monday, March 8th 2010, 7:04am

@Werki,

"Was ist eine Einleitung, Hauptteil, Ende. Spannungsbögen der Geschichte aufbauen usw."

Das habe ich leider bis heute nicht gelernt. Da konnte ich noch so sehr üben.
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Monday, March 8th 2010, 9:52am

@ zarinka

Da gibt es super Übungen und ein Verlag bietet da so gute Unterlagen an, dass ich daraus für Sohnemann eine Art Lehrgang zusammen gestellt habe. Das Ganze muss einfach auch logisch sein und natürlich fangen wir bei der untersten Stufe an.

Ansonsten- wenn du eine Geschichte schreibst- stell dir einfach eine Pyramide vor. Das ist der Haupteil. Die Spitze ist der Höhepunkt ( dort trägst du die entsprechenden Stichpunkte/Pointe oder so ein) und jede Pyramide hat ein extra Podest am Anfang und ein extra Podest am Ende. Du willst ja sowohl auf die Pyramide auf als auch absteigen und nicht eventuell oben an der Spitze verhungern. :D

Das extra Podest am Anfang ist die Einleitung und das am Ende der Schluss oder Abschlusssatz. Da beide Podeste nicht sehr groß sind, kann man dort auch nicht viel schreiben- logisch oder?

Und nun brauchst du nur noch die Richtlinien für Spannungsbögen zu beachten. Ich meine, was verwendet man nur im Hauptteil?! Das sind neben der Erzählung auch die Gedanken, wörtliche Rede, Beschreibungen.

Das Ganze mische man am Ende mit der bewußten Kontrolle von Satzanfängen, vermeiden von Wortwiederholungen , Schachtelsätzen und Verwendung von Synonymen und tarraaa- schon hast du eine spannende Geschichte oder Erzählung!

Aber Achtung: Berichte, Bedienungsanleitungen usw. sind anders logisch aufgebaut! :D

( Ich hab leicht reden, ich weiß ;) )
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Monday, March 8th 2010, 11:43am

@Werki,
ich verstehe nur "Bahnhof". :D Richtlinien, Spannungsbögen, Haupteil, Berichte, Bedienungsanleitungen und dazu meine LogiK.

Das mit der Pyramide habe ich ja noch so einigermaßen verstanden. Aber der Rest ist für mich so, als würde man mehrere Gewürze mit einander vermischen, und ich soll jetzt herausschmecken um welche Gewürze es sich dabei handelt.

Geht aber schlecht, wenn man keine oder nur schlecht ausgebildete Geschmacksnerven hat. Vielleicht ein blödes Beispiel, aber ein anderes habe ich leider nicht.

Aber ich tröste mich damit, dass es meinem Sohn (obwohl Hoch-intelligent) da auch nicht anders geht. Er hat das auch bis heute nicht begriffen. :D
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Monday, March 8th 2010, 6:46pm

Hallo Werki,

ich werde deine Beschreibung eines Aufsatzes mal meiner Tochter zeigen. (4. Klasse)

Gruß Kolori
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Paka

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Tuesday, March 9th 2010, 1:16am

@Werki,
ich verstehe nur "Bahnhof". :D Richtlinien, Spannungsbögen, Haupteil, Berichte, Bedienungsanleitungen und dazu meine LogiK.


Geht mir genauso. :)

Ich finde es einfach nicht gut, wenn alles in so feste Muster gepresst werden soll, dann könnte ich auch nicht schreiben. Freies Schreiben sieht bei mir anders aus. Ich schreibe zwar ganz gerne, aber dann möchte ich nicht so eine Gliederung im Nacken haben.

werki

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Wednesday, March 10th 2010, 5:44am

Ich glaube, wir sprechen hier von unterschiedlichen Dingen.

Bitte nicht verwechseln, dass es Unterschiede zwischen "einem Grundgerüst" und "einer Spezialisierung" ( künstlerisches Schreiben) gibt.

Grundgerüst ist das, was wir unserem Sohnemann beibringen. Das Grundgerüst ist eine Art "Bauanleitung", wie man sich behelfen kann. Sozusagen bilden wir einen festen Rahmen ( wie Einleitung, Hauptteil, Schluß- in dem die Geschichte gepackt wird), den er dann mit seiner Fantasie ausfüllen kann. Und je fester und sicherer der Rahmen ( also die Regeln des Aufbaus einer Geschichte) ist, um so mehr kann er sich auf den Inhalt konzentrieren. Übungen dazu geben ihm eigentlich nur die Sicherheit zum schreiben. Im Prinzip bilden wir ein dynamisches Stereotyp heraus.

Die Verbildlichung mit der Pyramide dient nur dazu, es ihm klar zu machen, wie so etwas aussieht. Man kann auch andere Vergleiche nehmen . Unser Kind denkt eher in Bildern und die Pyramide dient nur zur Visualisierung des Problems.

Aber das alles sind nur Grundgerüste und haben Nichts mit dem künstlerischen Schreiben zu tun. Künstlerisches Schreiben ist die absolute Kür und da gibt es so viele Ausnahmeregelungen, die würden unseren Sohn erst einmal verwirren. Um bei dem Beispiel Pyramide zu bleiben. Natürlich kann man vom Höhepunkt der Pyramide (der Geschichte) gleich herunter springen, aber in dem Schulbereich klatscht man dann heftig auf, weil die Schulbewertung andere Maßstäbe setzt, als der Künstlerbereich. Das muss man einfach auseinander halten.

Um beim bildlichen Vergleich zu bleiben. Laufen lernen wir über robben, krabbeln, hinfallen und wieder aufstehen. Auch da hilft nur üben,üben, üben - aber nur wenige Menschen schaffen es bis zum Weltmeister. Um die Perfektion zu erreichen, muss man mehr tun als nur üben. :D

lg werki ( ein Königreich für einen Kaffee)
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Wednesday, March 10th 2010, 10:11am

@Werki,
nicht alle Kinder lernen das Laufen über robben und krabbeln.
Mein ältester Sohn hat nie gekrabbelt, und mein Jüngster hat sich nur gerollt. Also auch nicht gekrabbelt.

Sie haben beide erst angefangen zu laufen, als sie sich wirklich sicher waren. Mein ältester Sohn bekam das mit dem Krabbeln einfach nicht hin. Er hatte es mal versucht, aber er schaffte es nur rückwerts. Dann gab er es wieder auf, da er ja nicht sehen konnte, was hinter ihm war.

Als sie dann endlich laufen konnten, sind sie auch nur sehr selten hingefallen. Man kann also sagen: eigentlich gar nicht.

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Wednesday, March 10th 2010, 2:12pm

Meine Tochter ist vom Krabbeln dann fast direkt zum Stühleschieben und Hochklettern übergegangen.
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